Worte haben Kraft. Mit Worten kann berührt werden. Meine Faszination für Wort und Sprache war bereits in meiner Kindheit da. Ich konnte spüren, wie die Sprache berührt, verändert, trifft.
Als Kind habe ich viele Bücher von Hand geschrieben. Ich griff auf, was in der Luft lag und formulierte es zu Texten, Geschichten und Liedern. Laut meinen Lehrern verstand ich Worte jedoch meist falsch. Darum behielt ich auch meine Texte für mich. Schliesslich war ja mein Verständnis für Worte falsch.
Und dann… dann kam meine Tochter auf die Welt und veränderte mein ganzes Leben. Sie faszinierte alles, was ich tat und sprach. Sie genoss meine Geschichten, die ich mir selbst ausdachte. Sie war überzeugt, dass es etwas besonderes ist.
Genau so ist das mit den Worten. Worte berühren. Ihre Worte berührten mich, so wie die Worte meiner Lehrer mich berührt haben. Meine Einstellung zu mir und meinem Schreiben begann sich dank meiner Tochter zu verändern.
Ich begann wieder zu schreiben. Eine Vielzahl an PoetrySlam Texten habe ich verfasst. Ein paar davon auch vorgetragen. Doch eine Geschichte zu schreiben, liegt mir mehr. Wenn ich mir vertraue, fliegen die Worte nur so auf die Tastatur und die Seiten füllen sich von selbst. Mein erstes Buch wächst und wächst in seine Vollständigkeit. Es warten bereits weitere Geschichten, die geschrieben werden wollen. In erster Linie schreibe ich sie für mich, für mein inneres Kind und für meine Tochter und wenn ich sie veröffentlichen darf, sind sie für alle.
Meine erste veröffentlichte Weihnachtsgeschichte berührte bereits die Menschen, die sie hörten. Ich bin motiviert mich zu zeigen.